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Museion, 2003 (Foto: Ludwig Thalheimer)
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Das neue Museion. Courtesy: KSV Berlin
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Matt Mullican, 2001 (Foto: Ludwig Thalheimer)
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Das Museum
Die Entstehung des Museums für moderne und zeitgenössische Kunst Bozen geht auf das Jahr 1985 zurück, als Private mit Unterstützung der Autonomen Provinz Bozen das damalige Museum für moderne Kunst gründeten. Es begann seine Tätigkeit im Jahr 1987 unter dem Vorsitz von Karl Nicolussi-Leck und unter der Leitung von Pier Luigi Siena. Zweckbestimmung des Museums ist die Förderung der bildenden Künste unter besonderer Berücksichtigung der Berührungspunkte zwischen deutschem und italienischem Kulturraum. 1991 nahm das Museum den Namen "Museion" an, womit die Absicht betont werden sollte, den Aktionsradius auf die verschiedensten Ausdrucksformen des Künstlerischen auszudehnen. Im Jahr 2000 tritt Alois Lageder die Präsidentschaft des Museums an, Andreas Hapkemeyer übernimmt die Leitung. Seitdem bezeichnet sich das Museion als Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Diese Bezeichnung unterstreicht die deutliche Absicht, Katalysator aktueller Ausdrucksformen zu sein. Ebenfalls im Jahr 2000 geht aus einem von der Südtiroler Landesregierung ausgeschriebenen Wettbewerb für den Neubau des Museums für moderne und zeitgenössische Kunst die Berliner Architektengruppe KSV – Krüger, Schuberth, Vandreike als Sieger hervor. Der von KSV geplante Bau überzeugt gerade aufgrund seiner Transparenz, was den inhaltlichen Anliegen des Museums entspricht. Es soll ein Ort der Kommunikation sein. Der optischen Wirkung des Gebäudes kommt größte Bedeutung zu: Das Gebäude erhält auf Grund seiner leichten Erkennbarkeit den Wiedererkennungswert eines Logos. Symbolisch weist der Bau auf einen Durchgang hin: Das Museum wird als ein leicht zugänglicher Ort charakterisiert, der allen Interessierten offen steht und zugleich eine wichtige Rolle im überregionalen Museumskontext spielt. 2003 sind die Bauarbeiten für das neue Museum gestartet. Zur Zeit befindet sich das Museum noch an seinem ursprünglichen Standort, also in dem k.u.k.-Gebäude, das der Münchner Architekt Robert Altmann 1860 errichtete; es teilt sich diesen Sitz mit der Freien Universität Bozen. Seine Aktivitäten konzentrieren sich vorwiegend auf die Veranstaltung von Wechselausstellungen und auf deren didaktische Aufbereitung. Da das Museum inzwischen kaum mehr von außen sichtbar ist und seine verfügbaren Räume immer weiter eingeschränkt wurden, sah sich das Museion dazu veranlasst, mit seinen Initiativen zeitgenössische Kunst vermehrt in öffentliche Räume zu gehen (vgl. "Lichtwege", die Fahnen von Matt Mullican in der Stadt Bozen sowie das Projekt "Guida", das in verschiedene Museen des Landes ausgelagert war). Das Museion präsentiert dem Publikum regelmäßig Ausschnitte aus seiner Sammlung, aber erst am neuen Sitz wird es möglich sein, größere Zusammenhänge zu zeigen. Erweiterungen der Sammlung erfolgen derzeit im wesentlichen im Zusammenhang mit der Ausstellungstätigkeit; oft handelt es sich dabei um Auftragsarbeiten. Einen wichtigen Aspekt der derzeitigen Sammlung stellen Text-Works sowie Großinstallationen („Stanze“) dar. Über seine Ausstellungstätigkeit sowohl im musealen als auch im öffentlichen Raum, über seine Vermittlungs-, Sammlungs- und Forschungstätigkeit bemüht sich das Museum, sich als Labor zeitgenössischer Kunst zu profilieren. Das Museion ist auch Gründungsmitglied von AMACI, der italienischen Vereinigung der Museen für moderne und zeitgenössische Kunst.
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