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URS FISCHER, "Cutting a Cake With a Hammer", 2000 © The Artist and collection Maurizio Morra Greco, Napoli; Courtesy Galerie Eva Presenhuber, Zurigo




  Programm 2007


26. 05. - 02. 09. 2007
IRONIE DER OBJEKTE. Ein neugieriger Blick in italienische Privatsammlungen

Einen neugierigen Blick in die Häuser italienischer Sammler wirft die Ausstellung „Ironie der Objekte“, die letzte, die noch am alten Sitz des Museion in der Sernesistrasse stattfindet.
Mit Hilfe der Ironie verweist die Ausstellung auf den Dialog und den Austausch, der zwischen privaten Sammlern und Museen entstehen kann.
Das Museum für zeitgenössische Kunst, ein moderner white cube, möchte mit seiner neutralen Askese die Autonomie der ausgestellten Werke garantieren. Bei den privaten Sammlern hingegen stehen die Kunstwerke oft in ihren Wohnungen und Häusern und sind Teil der Einrichtung der Wohn-, Ess-, Schlaf- und Badezimmer. Die Gegenüberstellung des Hauses des privaten Sammlers und seiner Nutzungsbedingungen mit der augenscheinlichen Autonomie und Neutralität des Ausstellungsraumes macht substanzielle Unterschiede sichtbar.
Diese Ausstellung zeigt Werke von Künstlern, die eine andere Lesart eines Gegenstandes bieten. Bei der Auswahl der Ausstellungsstücke, die aus wichtigen italienischen Sammlungen stammen, gilt ein besonderes Augenmerk den Einrichtungsgegenständen. Es handelt sich um Arbeiten, die auf den ersten Blick zum normalen Alltag gehören, in denen aber dank der ironischen Dimension die Möglichkeit einer anderen Ordnung, einer anderen Struktur ersichtlich wird. Die „falschen“ Skulpturen von Pino Pascali, der mit seinem „Baco da setola“ die faszinierende Doppelsinnigkeit eines gewöhnlichen Industrieprodukts aufzeigt, sind für dieses Konzept das beste Beispiel.

Werke von: Mario Airò, John Armleder, Charles Avery, Luciano Bartolini, Massimo Bartolini, John Bock, Lorenza Boisi, Tom Burr, Massimiliano Buvoli, Maurizio Cattelan, Nemanja Cvijanović, Wim Delvoye, Simon Denny, Jimmie Durham, Spencer Finch, Urs Fischer, Stefania Galegati, Tue Greenfort, Valerie Hegarty, Diango Hernández, Gareth Jones, Thorsten Kirchhoff, Gabriel Kuri, Jim Lambie, Eva Marisaldi, Allan McCollum, Pino Pascali, Perino e Vele, Paola Pivi, Vincenzo Rusciano, Tom Sachs, Natascha Sadr Haghighian, Michael Sailstorfer, Hans Schabus, Gregor Schneider, Lorenzo Scotto di Luzio, Nedko Solakov, Throbbing Gristle, Jan Van Oost, Costa Vece, vedovamazzei, Johannes Wohnseifer.

Kuratorin: Letizia Ragaglia